Krocha
Wien hat eine eigene Jugendkultur hervorgebracht: Die “Krocha”

Krocha kommt von “krochn” kommt von “einekrochn” kommt von “reinkrachen” kommt von “Party machen”
…klar..?
Will man eine Party krochn, muss man haben sieben Sochn:
- Neonkapperl
- Palästinenstertuch ….ebenfalls bekannt unter “Arafat-Fetzn”
- Goldene oder silberne Sneakers
- Für Männer: “Vokuhila” (= Vorne kurz hinten lang. Der Vokuhila ist ein Relikt aus den 80er Jahren, welches damals schon für schlechten Geschmack stand)
- Für Frauen: blonde und/oder schwarze Haare, geglättet mit Stirnfransen sowie Gel-Nägel
- Eine Solarium-Platinum-Card
- Das Krocha-Vokabular. Von einem Presse-Journalisten trefflich bezeichnet als “Patois aus Floridsdorfer und Anatolischer Mundart”
Hier einige Eindrücke (übernommen von der Krocha-Site)

Oida – Satz/Wortergänzung (egal in welchem Fall), zu Beginn und am Ende eines jeden Satzes/Wortes oft auch mitten in einem Satz
bam – sinnlose Phrase, oft zu finden in Verbindung “bam oida”
fiiX – sicher
ua (ur) – Verstärkungswort im Wortschatz eines Krochas
schaust ua bombä aus = siehst sehr hübsch aus
bum zua – fett, blau, stock besoffen
komm gib erm – geht schon…zeigs mir
Hawara - Freund (wienerischer Ausdruck) besonders bevorzugt im Zusammenhang mit “Hawara i pock di ned” (Freund ich halte dich nicht aus)
oLLabestaH/oLLabestäH – aller bester/beste Freund/in des Krochas, bevorzugt mit vielen “ä” und “h” geschrieben
Aus diesem Foto sehen wir den Krocha in seiner natürlichen Umwelt. Am wohlsten fühlt sich der Krocher unter Artgenossen. Interessierte Beobachter können sich auf der Fußgängerzone Favoritenstraße oder auch am Südbahnhof einen gemütlichen Aussichtpunkt suchen und von da aus Krocher in freier Wildbahn betrachten.
Ebenfalls wurde ein kurzes Dokumentationsvideo vorbereitet:
Und zum Schluss noch mein Lieblings-Krocha-Witz:
Was sagt ein Krocha im Wald?
– “Bam, Oida!”