Wie würde eine Arbeitswelt aussehen, in der Frauen die selben Chancen hätten wie Männer?
Tom Peters hat einen Ratschlag an alle Geschäftsführer in und rund um die New Economy:
“Stellt Frauen ein. Sofort.”
Das sagt er aus keinem Emanzipationsgedanken heraus. Er findet, dass weibliche Eigenschaften das Sinnbild der New Economy mehr wiederspiegeln, als männliche: miteinander, vernetzter, schneller, detaillierter, kooperativ, integrativ.
Tom Peters meint, dass diese Stärken mit den Führungserfordernissen von heute korrespondieren. In seinem Buch “Reimagine” fordert er die Chefs zum Schnelltest auf:
Wer managt mehr Dinge gleichzeitig?
Wer verwendet mehr Mühe auf sein Äußeres?
Wer achtet für gewöhnlich mehr auf Details?
Wer lernt leichter neue Leute kennen?
Wer stellt in Gesprächen mehr Fragen?
Wer ist der bessere Zuhörer?
Wer interessiert sich mehr für Kommunikationstechniken?
Wer engagiert sich mehr?
Wer bemüht sich mehr um Harmonie und Übereinstimmung?
Wer hat die bessere Intuition?
Wer verwendet längere To-Do-Listen?
Wer liebt es, das Tagesgeschehen zu rekapitulieren?
Wer pflegt eifriger Kontakte?
Hmmm… und trotzdem geben sich Frauen in höheren Positionen alle Mühe, möglichst NICHT-WEIBLICH zu sein. Männliche Stärken sind immer noch Bedingung für Karriere – weibliche Stärken sind ein Hindernis.
Ein Gedankenexperiment: Weibliche Vorgesetzte erzählen heroische Geschichten über andere Frauen und erklären weibliche Eigenschaften (glaubhaft) zu Erfolgsfaktoren. Frau sein ist ein Asset und ohne Frauen (im oberen Management!!!) läuft kein Business dieser Welt.
Hätten Frauen die Chance sich vor so einem Hintergrund zu entwickeln – wow – so starke und selbstbewusste Frauen hätte die Welt noch nicht gesehen.
Nun zurück zur Realität: Männer bekommen diesen Support. Männer sind im Business stolz auf ihre Stärken. Selbstverständlich. Männer entwickeln dieses Selbstbewusstsein.
Ich wünsche mir, dass Frauen in Führungspositionen zu ihren weiblichen Stärken stehen und stolz darauf sind.
Und in der Zwischenzeit bin ich dankbar, dass es männliche Führungskräfte gibt, die diesen Job einstweilen übernehmen. Es gibt nämlich heute schon Manager, die Frauen in ihren Stärken supporten. Der Erfolg wir ihnen Recht geben.
In Thailand gibt es an jeder Ecke ein Internet Café. Es gibt kaum Sicherheitsvorkehrungen, jeder kann downloaden und installieren was er möchte. Es hat keine Woche gedauert bis ich einen Virus auf meiner Foto-Speicherkarte hatte. Vertrauenserweckend… ich weiß. Vielleicht nicht der beste Ort in der Welt um seine Online Bankgeschäfte zu erledigen.
Als Microsoftie habe ich Thailand aus Microsoft-Sicht unter die Lupe genommen.
Habt ihr gewusst dass Microsoft in Thailand wahnsinnig populär ist?
Tatsächlich!
Internet Explorer was the-one-and-only Browser in jedem Internet Café in dem ich war. Und ich als Facebook-Addict und Bloggerin war in VIELEN…!
Ich wünschte in Österreich wäre es auch so, dann wäre unser Job nur halb so schwer
Die schlechte Nachricht: Es war durchwegs IE 6.
Es gab Thais in Windows Vista T-Shirts, aber keinen einzigen PC mit Windows Vista. Alle liefen auf Windows XP.
Eigentlich nicht nachvollziehbar, wo für Thailand anscheinend ein eigenes Licensing Modell gilt. Windows Vista CDs werden dort nämlich in Shopping Malls und Nacht-Märkten verkauft. Abgepackt in Plastikfolien, schlecht kopierten Covers, dafür aber zu sehr günstigen Preisen: ca. € 10,- für ein Windows Vista. Egal welche Version (Home, Enterprise, etc.) .
Was die Versionen angeht sind uns die Thais übrigens auch voraus:
Dort gibt es eine Windows Vista Extreme Edition. GEIL!
You see, Microsofties…. WE HAVE A LONG WAY TO GO !!!
Jetzt hat sich Österreich erstmalig mit einer eigenen Jugendkultur hervorgetan, und dann das:
Thomas Schäfer-Elmayer tanzt nicht nur selbst im Dancing-Stars Finale wie ein Krocha, Nein, es kommt schlimmer: jetzt wird auch noch in seiner Tanzschule gekrocht!! Hier zum Artikel
Wenn jetzt sogar schon Elmayer-Schüler krochen – dann ist das das Todesurteil einer jeden Jungendkultur. Baam!!
Wenn nun schon jeder Deschek krochen und wie ein Krocha reden kann… Dann versumpern “Bam, Oida!” und “Fix, Oida!” irgendwo in der Populärkultur…
Ein “Kennen wir uns…?” ist für gewöhnlich der Beginn eines Phänomens, welches in der Alltagssprache als “Anmachen” bezeichnet wird.
Gestern Abend machte ich eine Erfahrung, die mein Verhältnis zu diesem Satz für immer verändern wird:
Ich war mit meinen Freundinnen im Luftbad, einem relaxten Lokal im 6. Bezirk. Meine Freundin steht auf und bittet mich, kurz auf ihre Tasche zu achten, welche am Tisch lag. Ich lege meine Hand auf ihre Tasche und sehe ihr nach, wie sie weg geht. Mein Blick fällt auf einen Mann arabischer Abstammung, um die Mitte Dreißig, weißes Hemd mit rosarotem Pulli über den Schultern. Er sieht mich ebenfalls an und kommt in genau dieser Sekunde schnurstracks auf mich zu.
“Kennen wir uns?” fragt er mich während er sich über mich beugt “Nein” sage ich und schüttle entschieden meinen Kopf “Wieso schaust du mich dann die ganze Zeit an?” fährt er mich an “Und lachst dabei?” schießt er noch nach
Ich starre ihn an und bekomme, verdattert wie ich war, kein Wort heraus.
Habe ich ihn denn länger als eine halbe Sekunde angesehen? Eher aus Versehen? Wie kommt dieser Mann auf die Idee, das ich nur irgendein Interesse an ihm haben könnte?
Ich werde in meinen konfusen, um Aufklärung bemühten Gedanken von ihm unterbrochen mit einem….
“Hast du ein Problem oder was?!” faucht er, und kommt dabei noch näher zu meinem Gesicht.
Hilfe! Angst! Was will dieser Verrückte von mir…?!?!
Während ich ihn immernoch perplex anstarre, dreht er sich ruckartig um und läuft schnaubend davon.
Hallo…?!
Kann mir bitte IRGENDWER erklären was da abgegangen ist? Hat es beim Anmachen eine Revolution gegeben, die ich nicht mitbekommen habe…?
Ich ersuche um sachdienliche Hinweise in dieser Causa.
Wien hat eine eigene Jugendkultur hervorgebracht: Die “Krocha”
Krocha kommt von “krochn” kommt von “einekrochn” kommt von “reinkrachen” kommt von “Party machen”
…klar..?
Will man eine Party krochn, muss man haben sieben Sochn:
Neonkapperl
Palästinenstertuch ….ebenfalls bekannt unter “Arafat-Fetzn”
Goldene oder silberne Sneakers
Für Männer: “Vokuhila” (= Vorne kurz hinten lang. Der Vokuhila ist ein Relikt aus den 80er Jahren, welches damals schon für schlechten Geschmack stand)
Für Frauen: blonde und/oder schwarze Haare, geglättet mit Stirnfransen sowie Gel-Nägel
Eine Solarium-Platinum-Card
Das Krocha-Vokabular. Von einem Presse-Journalisten trefflich bezeichnet als “Patois aus Floridsdorfer und Anatolischer Mundart”
Hier einige Eindrücke (übernommen von der Krocha-Site)
Oida – Satz/Wortergänzung (egal in welchem Fall), zu Beginn und am Ende eines jeden Satzes/Wortes oft auch mitten in einem Satz
bam – sinnlose Phrase, oft zu finden in Verbindung “bam oida”
fiiX – sicher
ua (ur) – Verstärkungswort im Wortschatz eines Krochas
schaust ua bombä aus = siehst sehr hübsch aus
bum zua – fett, blau, stock besoffen
komm gib erm – geht schon…zeigs mir
Hawara - Freund (wienerischer Ausdruck) besonders bevorzugt im Zusammenhang mit “Hawara i pock di ned” (Freund ich halte dich nicht aus)
oLLabestaH/oLLabestäH – aller bester/beste Freund/in des Krochas, bevorzugt mit vielen “ä” und “h” geschrieben
Aus diesem Foto sehen wir den Krocha in seiner natürlichen Umwelt. Am wohlsten fühlt sich der Krocher unter Artgenossen. Interessierte Beobachter können sich auf der Fußgängerzone Favoritenstraße oder auch am Südbahnhof einen gemütlichen Aussichtpunkt suchen und von da aus Krocher in freier Wildbahn betrachten.
Ebenfalls wurde ein kurzes Dokumentationsvideo vorbereitet: