Abflug aus Wien nach Madrid –> ohne Probleme.
Nach der durchgearbeiteten Nacht davor, in der wir unsere Räder und unsere Satteltaschen IBERIA-gerecht verpackt haben, war das auch besser so



IBERIA war der Hammer auf dem Flug … die wollten im Ernst 10 EUR für ein mickriges Sandwich.

Umstieg in Madrid … um zum Gate nach Havanna zu gelangen, waren wir starke 30!!! Minuten nur auf diesem Riesenflughafen unterwegs.


Die Fahrt in den Verbindungszügen am Madrider Flughafen hatte echt was für sich … leider waren die anderen Gäste nich ganz so drauf wie wir.
10 Stunden Flug und planmäßige Ankunft in Havanna, oder wie es die Kubaner nennen … Habanna. Wie durch ein karibisches Wunder (gute Wortwahl, gell
war das gesamte Gepäck da … auch die Räder.
Erster Kulturschock … eine Flughafenangestellte, die ihre Uniform mehr recht denn schlecht am Körper „befestigt“ hatte und in ihrem Büro „richtig“ herumlungerte. Leider haben wir kein Foto gemacht. Am Rückflug war die Dame nicht mehr da, vielleicht haben sie sie auf Kur geschickt, damit ihr sicht ja nicht unterfordert vorkommt
Auf jeden Fall kommen uns hier die ersten Personen sehr sehr entspannt vor.
Next Stop … Geld wechseln … Marlene hat es mit einem Herrn zu tun, der auf die Frage „english ?“ recht gelangweilt den Kopf schüttelt, womit Marlenes Einsatz als Turboübersetzerin beginnt. Mit „Händen und Füßen“ werden EUR in kubanische Peso und Convertible gewechselt.
INFO: Kuba hat zwei Währungen, mit denen es jeder Tourist früher oder später zu tun bekommt.
· Kubanische Peso oder auf Moneda National … ist die Währung der Kubaner selbst. Hiermit zahlen sie ihre Taxis, Obst, Markteinkäufe, etc.
· Convertible (CUC) … ist die Währung, welche sich Kuba für die Touristen überlegt hat. 1 CUC = ca. 1 EUR = ca. 25 Peso National.
Es ist oft zu beachten, dass Kubaner „gerne mal“ beim Wechseln einem Peso National statt CUC in die Hand drücken, wenn man nicht aufpasst.
Auf jeden Fall … Leni hat im Kampf „nicht englisch-sprechender Kubaner“ vs. „weiße Touristenfrau“ gewonnen und unser Geldtaschen sind mit einem viertelkilo kubanischen Geld gefüllt.
Und dann geht’s los … „Sir, Taxi?“ … „Ey, my friend … where are you from? Wanna buy COHIBA cigarres?” und so weiter … von links, rechts, oben, überall.
Es ist mittlerweile fast Mitternacht und wir sitzen im Taxi nach Havanna zu unserem Casa bei Nora y Mesa. Die Fahrt gleicht einem Ritt durch ein Oldtimermuseum.
Das Casa Particulares hatten wir schon Monate zuvor reserviert und diese in Wien bei der Botschaft schon als Bleibe für 3 Tage angegeben. Wir hatten uns sogar vor Kurzem noch sicherheitshalber erkundigt, ob eh alles klar geht.
INFO: In Kuba MUSS man bei vor der Einreise bekannt geben, wo man die ersten 3 Tage sein wird. Dies kann ein Hotel oder eben ein Casa Particulares sein.
- CASA PARTICULAER … sind „private“ Unterkünfte, die beim Staat angemeldet sind und Touristen aufnehmen dürfen. Sie zahlen pro vermietetem Zimmer eine monatliche Fixpauschale an den Staat, egal ob das Zimmer wirklich vermietet wurde oder nicht.
Ein CP kostet pro Nacht ca. 20 bis 30 CUC (Verhandlungssache) und meist kann man sich noch recht günstig Frühstück (ca. 3 CUC) und/oder Abendessen (ca. 5-8 CUC) dazubestellen, was teilweise echt nicht schlecht ist, bedenkt man die groteske Küche der Kubaner auf der Straße und die, manchmal, gesalzenen Preise guter Restaurants (für 2 Personen => ca. 40 CUC).
Aber es ist Kuba … Nora, unsere Casa Mama empfängt uns mit der Geschichte, dass ihr ganzes Casa voll ist, weil alle ihre Gäste plötzlich erkrankt sind (ja genau, plötzlich und dann noch ALLE), aber zufällig hat ihre Freundin, Dinora, ein Zimmer frei … yeahh. Wieder ins Taxi, ein paar Straßen weiter. Mittlerweile ist es fast 1:00 in der früh. Im Casa, welches ein altes, blau-weißes (Oktoberfest ole ole ole), Kolonialhaus ist, werden wir vom Rest der Familie ins Wohnzimmer, welches … tatataaaaa … gleichzeitig die Garage ist, begleitet.
Unser Zimmer ist grenzgenial … keine 2 Quadratmeter zum bewegen, aber genial hohe Decke. Kitsch pur und mittels Trennwand ist eine Bad/Toilettenkombi eingezogen, die jedem IKEA-Wohnflächen- sparmaßnahmen- programm ordentlich Konkurrenz macht. Nebenbei kann uns das gesamte Haus zuhören, wenn wir der Notdurft nachgehen … es leben Trennwände
INFO: in Kuba spült man das Toilettenpapier nicht runter, sondern schmeißt es in einen, eigens dafür vorgesehenen, Mistkübel. Anfangs etwas ungewohnt, aber nach 2 Tagen schaut das Ganze nur halb so wild aus. Lustiger wird’s, wenn man in Kuba kein Klopapier mehr findet, dass man überhaupt wegschmeißen könnte 
Marlene glaub immer noch, dass es das Land nur gut mir uns meint
Am Ende vom Tag 1 steht mal eine Bilanz, unter die Marlene und ich jederzeit unsere 3 Kreuzerl setzen: erwarte alles, aber echt nicht das, was geplant war
lg Alijandro
i.A. Marlene de Cuba